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Kinderbetreuung vor massivem Ausbau



Graz (25. August 2014).- Der Bund investiert in den kommenden Jahren österreichweit 305 Millionen Euro in den Ausbau der Kinderbildung und -betreuung, davon entfallen rund 40 Millionen Euro auf die Steiermark. „Das ist die größte Ausbauoffensive der Kinderbetreuung, die es je in Österreich gegeben hat", ist Familienministerin Sophie Karmasin stolz. „Beim Ausbau der Kinderbetreuung geht es nicht nur um die Quantität, sondern auch um die Qualität. Deswegen können Gelder des Bundes jetzt wesentlich breiter eingesetzt werden, und zwar auch für Tageseltern, Personal- und Investitionskostenzuschüsse, generations- und gemeindeübergreifende Projekte und Qualitätsverbesserungen wie kleinerer Betreuungsschlüssel, also kleinere Kindergruppen pro Betreuer."

Das freut den steirischen Bildungslandesrat Michael Schickhofer: „Durch die größere Flexibilität werden wir in Hinkunft sowohl die privaten Träger als auch die Gemeinden bei ihren Investitionen mit bis zu 70 Prozent fördern, damit diese den Ausbau rasch durchzuziehen können." Außerdem werde der Ausbau pro Gruppe um mindestens 25.000 Euro höher gefördert. „Mein zentrales Anliegen ist es, dass auch die Ansiedelung von Betriebskindergärten und private Investments in die Kinderbildung und -betreuung stärker berücksichtigt werden, denn damit wird die Vereinbarung von Beruf und Familie für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wesentlich erleichtert."

 Die Steiermark startet nun eine umfassende Ausbauoffensive: Die Gelder werden schwerpunktmäßig zur Schaffung zusätzlicher Betreuungsplätze und für Maßnahmen zur räumlichen Qualitätsverbesserung sowie der Barrierefreiheit verwendet. „180 Gruppen in Kinderkrippen und Kindergärten sind bereits in Planung, mein Ziel ist es, bis 2017 200 neue Gruppen und 4.000 zusätzliche Plätze zu schaffen. Damit können wir unsere Familien bestmöglich unterstützen", so Landesrat Schickhofer.

2013 entstanden zusätzliche 266 Krippenplätze und 220 Kindergartenplätze - und für 2014 gibt es eine weitere Steigerung, möglich gemacht durch eine Schwerpunktsetzung von Landesrat Schickhofer im Landesbudget. So sind derzeit rund 380 Krippenplätze und rund 300 Kindergartenplätze geplant, das ist Plus von rund 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr! In Hinkunft wird es sogar möglich sein, jährlich 1.000 neue Plätze zu schaffen.

Die Pläne zum Ausbau des Kinderbildungs- und -betreuungsangebotes präsentierten Ministerin Karmasin und Landesrat Schickhofer im Kinderhaus der Technischen Universität Graz Nanoversity und zeigten sich von der Einrichtung begeistert. Michael Schickhofer, auch für die Pädagogik in den Kindergärten zuständig, ist die Auseinandersetzung mit Technik schon bei den Kleinsten wichtig - und da nimmt TU-Kinderhaus eine Vorreiterrolle ein! Harald Kainz, Rektor der TU Graz: „Die Kinderbetreuungseinrichtung der TU Graz heißt nicht ohne Grund Nanoversity: Die Nanotechnologie steht dafür, wie kleine Teile Großes bewirken können und das vermitteln wir den Kindern in unserem Haus des Kindes. Spielerisch wecken und fördern wir die Begeisterung der Kinder für Naturwissenschaft und Technik mittels gezielter Lern- und Förderprogramme für Buben und Mädchen gleichermaßen. In den Händen unserer Kinder liegt die Gestaltung unserer Zukunft und wir als TU Graz nehmen unsere Verantwortung sehr ernst, die Kinder bestmöglich zu fördern und auf ihre späteren Aufgaben vorzubereiten".

Franz Ferner, Geschäftsführer der Volkshilfe Steiermark, ergänzt: Die Volkshilfe freut sich über jede Maßnahme, die den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen in der Steiermark unterstützt, damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiterhin gewährleistet werden kann. Damit kann auf die laufenden Veränderungen am Arbeitsmarkt reagiert werden. Uns ist enorm wichtig, dass ausreichend Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung stehen, Ganzjahresbetreuung angeboten wird und sich die Öffnungszeiten den Arbeitsbedingungen unserer Eltern anpassen. Die Volkshilfe begrüßt deshalb die vor kurzem in die Wege geleitete Flexibilisierung des Kinderbetreuungsgesetzes sowie jegliche Maßnahmen die zwischen Bund und Ländern in die Wege geleitet werden, um das Kinderbetreuungsangebot in der Steiermark weiter auszubauen und zu verbessern. Die TU Graz ist mit der nanoversity ein Vorreiter, wenn es darum geht Verantwortung für Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu übernehmen. Wir als Volkshilfe freuen uns sehr darüber, diese Kinderbetreuungseinrichtung betreiben zu dürfen. Bildung und Chancengleichheit von Anfang an stehen im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit."

 

Rückfragehinweis: Mag. Jörg Schwaiger (Büro Landesrat Schickhofer) unter E-Mail: joerg.schwaiger@stmk.gv.at

 


Videodauer:  3min04sec