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Leben in der Steiermark 2009



Jetzt haben wir Steirer es schwarz auf weiß: Wir sind wieder mehr und zwar genau 1.208.372.

"Diese Einwohnerzahl der Steiermark per 1.1.2010 ergibt sich aus dem zentralen Melderegister und dem darauf aufbauenden Bevölkerungsregister von Statistik Austria. Das sind um 893 oder 0,1 Prozent mehr Bewohner als zum 1.1.2009 und damit der höchste Bevölkerungsstand, der hierzulande je gemessen wurde", so Martin Mayer, Leiter der Landesstatistik, kürzlich bei der Pressekonferenz im Medienzentrum Steiermark, wo er gemeinsam mit Josef Holzer die neuesten statistischen Bevölkerungs-Daten der Steiermark vorstellte.
Die Tendenz bei der Einwohnerzahl ist weiterhin steigend. Holzer: „Das Plus von fast 2.700 ist hauptsächlich auf die durch die Wirtschaftskrise zwar deutlich gesunkene, aber nach wie vor klar positive Wanderungsbilanz zurückzuführen. Sicher nicht auf die Geburtenbilanz, die mit einem Minus von 1.900 die schlechteste seit dem Zweiten Weltkrieg ist." Dieser positive Wanderungssaldo wurde hauptsächlich von ausländischen Migranten (besonders aus den ost- bzw. südosteuropäischen Staaten und Deutschland) in den Großraum Graz verursacht, bei gleichzeitiger Binnenabwanderung aus der Obersteiermark. Holzer: „Ohne diese anhaltende Zuwanderung hätte die Steiermark seit über 30 Jahren deutliche Bevölkerungsrückgänge zu verzeichnen. Die Wohnbevölkerung wäre, grob geschätzt, um ein Achtel niedriger (nur rund 1.057.000) und die Geburtenzahl wahrscheinlich unter 8.000 statt wie derzeit noch knapp über 10.000!" Die Zahl der Ausländer ist im Verlauf des Jahres 2009 um fast 3.000 auf annähernd 79.000 gestiegen. Dieser Zuwachs ist einerseits eben durch Zuwanderung, anderseits aber auch durch eine deutlich positive Geburtenbilanz der Ausländer entstanden. Eine steirische Besonderheit: 42 Prozent der Ausländer stammen aus der EU, beachtliche 31 Prozent aus den nunmehrigen Staaten des ehemaligen Jugoslawien (ohne Slowenien) und nur 7 Prozent aus der Türkei.
Die Zahl der Geburten sank im Jahr 2009 um 0,7 Prozent oder absolut um 67 Kinder leicht gegenüber 2008 und befindet sich mit nunmehr 10.188 immer noch deutlich über der „magischen Grenze" von 10.000. Mayer: „Die meisten Kinder bezogen auf die Bevölkerungszahl kamen im Jahr 2009 wieder in der Stadt Graz auf die Welt (9,5 Geburten auf 1.000 Einwohner), gefolgt von Weiz mit 9,3 Geburten. Die niedrigste Geburtenrate gibt es in Leoben mit nur 6,3 Geburten auf 1.000 Einwohner.

Nach der Vornamensstatistik 2009 rangiert bei den Knaben wie schon seit 1997 Lukas an erster Stelle. Gefolgt von Alexander, Maximilian, Florian, Tobias, Sebastian, Julian, Jonas, Nico und David. Bei den Mädchen liegt Sarah an der Spitze, gefolgt von Anna, Leonie, Lena, Hannah, Julia, Marie, Laura, Sophie, Johanna und Lara.
Die Zahl der Sterbefälle ist 2009 weiter deutlich um 368 oder 3,1 Prozent auf 12.093 gestiegen, befindet sich damit aber trotzdem längerfristig gesehen auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Die Lebenserwartung der Männer hat sich von 77,3 auf 77,5 Jahre leicht erhöht, die der Frauen ist von 83,4 auf 83,1 Jahre zum ersten Mal seit 9 Jahren gesunken. Woran sterben die Steirerinnen und Steirer? Die Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems sind bei Frauen, aber auch bei Männern nach wie vor häufigste Todesursache.
Mit 4.966 Eheschließungen wurden im Jahr 2009 um 1,5 Prozent beziehungsweise 75 mehr als 2008 registriert, das ist aber trotzdem nur die viertniedrigste Zahl seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Scheidungszahlen haben nach dem Höchststand von 2007 nun wieder quasi „Normalniveau" erreicht, es gab ein weiteres Minus von 1,4 Prozent auf 2.580 Scheidungen. Die so genannte Gesamtscheidungsrate ist damit ebenfalls auf 44,0 Prozent (2007: 47,5 Prozent) gesunken, was aber trotzdem der dritthöchste je erreichte Wert ist.

 www.landesstatistik.steiermark.at