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Wer spart gewinnt



Seit Herbst 2009 hieß es in den Dienststellen des Landes Steiermark "Energiesparen".  Für die Versorgung der Bürogebäude der steirischen Landesverwaltung mit Strom und Wärme gibt das Land jährlich rund 2,2 Millionen € aus. Deshalb rief das Land Steiermark nach dem Vorbild der EU-weiten Initiative "Energy Trophy" einen Energiesparwettbewerb ins Leben, der am 1. August 2009 startete und am 31. Juli 2010 zu Ende ging.

Maßgeblich unterstützt wurde das Projekt von der LIG Steiermark. Die fachliche und organisatorische Betreuung leistete die Grazer Energieagentur und das "Interuniversitäre Forschungszentrum Graz (IFZ)" im Rahmen des "klima:aktiv" Programms "Energieeffiziente Geräte". Das zentrale Ziel des Wettbewerbs war es, innerhalb des vorgegebenen Zeitraumes, möglichst viel Energie vorwiegend durch energiebewusstes Verhalten der jeweiligen Gebäudebenutzer einzusparen. Entscheidend für einen Erfolg die prozentual höchste Energieeinsparung im Vergleich zum Ausgangswert, der anhand des Energieverbrauchs der letzten Jahre ermittelt wurde, zu erzielen.
Fast alle Bezirksbehörden sowie rund 20 Abteilungen und Fachabteilungen nahmen sich den Wettbewerb zum Anlass, um ein Zeichen für umweltbewusstes Handeln setzen. Der Erfolg der jeweiligen Abteilungen im Wettbewerb hing vom Verhalten jedes Mitarbeiters / jeder Mitarbeiterin ab, wobei bereits einfache Dinge, wie das Ausschalten der Beleuchtung bei Abwesenheit oder das richtige Heizen und Lüften bereits deutliche Einsparungen bewirken können. "Jede eingesparte Kilowattstunde verringert die Energiekosten und reduziert Emissionen. Sie ist doppelt so wertvoll, wenn sie nicht durch teure Investitionen, sondern durch bewusstes Nutzerverhalten eingespart wird", stellte Christine Klug. Leiterin der Abteilung 2 - Zentrale Dienste, die Vorteile des Projekts klar.

Mit Ende des Projektzeitraumes trat eine Jury zusammen und wertete die Ergebnisse aus:

In der Gesamtwertung gewann die Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg, die mit 21,6 Prozent in den Einzelkategorien Strom und Wärme den höchsten Einsparungswert erzielte. "Wir sind froh, dass wir beim Wettbewerb mitgemacht haben. Wir haben uns mit vielen Fragen zum Energiesparen beschäftigt und sind auf alltägliche Dinge gestoßen, die sich ganz leicht ändern lassen, aber große Wirkung zeigen. Das erlangte Bewusstsein nahmen viele von uns auch mit nach Hause", so Bezirkshauptmann Helmut-Theobald Müller, der stolz auf das gute Ergebnis ist. Den ersten Platz in der Kategorie "Wärme" gewann die Bezirkshauptmannschaft Leibnitz. Ihr Geheimrezept bestand darin, dass sie ihre Heizungen entsprechend regulierten und Gänge nicht mehr im gleichen Ausmaß beheitzten, erklärt Karl Zwetti, der als Ansprechpartner in Leibnitz fungierte. In der Kategorie "Strom" gewann die Forstabteilung des Landes in der Brückenkopfgasse. „Wir haben an unseren Druckern Zeitschaltuhren angebracht, Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzt und überflüssige Kühlschränke wurden entfernt", so Kontaktperson Karl List von der Forstabteilung. Mit Geldpreisen in der Höhe von Euro 4.950 wurde das Engagement belohnt.

Von August 2009 bis Juli 2010 beteiligten sich rund 50 Dienststellen landesweit mit 2.250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Wettbewerb. Landesweit konnten 224.100 kWh Strom und 443.400 kWh Wärme eingespart werden. Dies entspricht einem Jahresstromverbrauch von 49 Drei-Personen-Haushalten und einem Jahres-Wärmebedarf von 40 Wohnhäusern mit 120 Quadratmeter Wohnfläche. Die CO2-Reduktion betrug rund 153.000 kg und insgesamt wurden 70.000 Euro Strom- und Wärmekosten eingespart.